Ein Bericht von Joschua Greiten
Mit einer Gruppe von zwölf Leuten, zwei Autos und jede Menge Vorfreude traten wir am Donnerstag die Reise in die Hauptstadt an. Fünf Tage Berlin mit vollem Sportprogramm hatte die Jugendabteilung des SVR für uns organisiert – das war der Plan. Soll heißen: Eishockey, Handball, Fußball und natürlich jeden Morgen gemeinsames Joggen. Na gut, das mit dem Joggen betraf eher die „Älteren“ von uns.

Beim Rumdrehen des Autoschlüssels (um 10:30 Uhr) hieß es noch: „Wir brauchen ungefähr 5 Stunden bis Berlin“. Als wir dann um ca. 19 Uhr an unserer Wohnung ankamen, trübte das die Stimmung allerdings nicht.

Zwar fehlte ein Bett, es hingen Kabel aus den Wänden des Badezimmers und wir sollten ohne einen Tisch wohnen, aber hey, wir waren in Berlin. Durch jahrelange Fußballspiele konnten wir uns ja auch auf unsere Improvisationskünste verlassen. So ging Gordon „freiwillig“ mit einer Matratze auf den Boden. Dann kreierten wir einen Tisch: Zwei Türen, aus den Angeln gehoben, und auf Stühlen gebettet. Trotz dieser Umstände war es noch ein ziemlich guter Tag, den wir mit einer Runde Bowlen bei Cola und Bier ausklingen ließen. Am zweiten Tag ging es dann in die Stadt, was das Sportwochenende erst richtig einläutete. Mit einem wirklich unfassbaren Tempo arbeiteten wir die geplanten Sehenswürdigkeiten wie das Brandenburger Tor und den Reichstag ab. Nach einem gemeinsamen Essen besuchten wir in der Mercedes Benz Arena das Heimspiel der Berliner Eisbären. Die Stimmung war enorm gut, wozu der 2:1 Sieg der Eisbären natürlich auch beitrug. Nur wenige aus unserer Gruppe hatten bislang ein Eishockeyspiel mal live gesehen, womit es für die meisten von uns ein völlig neues Erlebnis wurde. Kein Wunder, dass das Spiel zu einem der Highlights der Reise zählte. Die Erwartungen an die nächsten Tage stiegen.

Zwar versprach die Partie Hertha BSC Berlin gegen den Hamburger SV, die wir am darauffolgenden Tag besuchten, vorerst wenig Spannung, jedoch überzeugten uns die Berliner und vor allem die Hamburger Fans vom Gegenteil. Nach einem kurzen Imbiss in einer typischen Berliner Currywurst-Bude machten wir uns per S-Bahn auf den Weg zum Stadion. Es war extrem kalt, der Stimmung tat das keinen Abbruch. Dazu trug auch ein junger Hamburg-Fan bei: Er versuchte immer wieder durch auffordernde Gesten, die Menge hinter ihm zum Feiern zu bewegen. Blöd nur, dass er sich in einem Block mit einer Ansammlung von Hertha-Fans befand. Der junge, vielleicht leicht hyperaktive Fan, hätte selbst das langweiligste Fußballspiel interessant gemacht, womit bei uns durchgehend gute Stimmung herrschte. Als die prall gefüllte U-Bahn nach dem Spiel auch noch aus voller Inbrunst für eine Person ein Geburtstagständchen anstimmte, erreichte der Tag seinen Höhepunkt. Später am Abend ließen wir diesen mit ein paar Getränken in unserer Wohnung lange ausklingen.

Für den letzten richtigen Tag in Berlin standen zwei Handballspiele auf dem Plan. Nach einem kurzen Frühstück (um 10 Uhr) machten wir uns also auf den Weg in die Stadt, durch strömenden Regen in die U-Bahn und wieder heraus. Das Wetter war „leider“ zu schlecht, um sich weitere Sehenswürdigkeiten anzugucken. Also gingen wir nach einem Essen direkt zur Handballhalle. Die Lautstärke dort übertraf sogar die im Olympiastadion. So gut wie jeder Fan schwenkte eine Deutschlandfahne, was ein überragendes Bild in der ganzen Halle ergab. Das knappe Duell zwischen den beiden wohl besten Handballmannschaften der Welt (Deutschland – Spanien) sorgte für ein spannendes Spiel, welches die deutsche Herren-Nationalmannschaft für sich entscheiden konnte. Das Spiel der Damen gegen Vizeweltmeister Niederlande im Anschluss war einseitiger, jedoch trotzdem großer Sport. Auch hier gewannen die deutschen Damen. Die Handballspiele rundeten das gesamte Wochenende noch einmal positiv ab und wir diskutierten noch längere Zeit, welche Sportart denn nun die beste sei.

Unser letzter Tag begann mit dem Einhängen der uns als Frühstückstische treu gedienten Türen. Mit Wehmut verließen wir Berlin und traten den Weg ins Rahrbachtal an. Es war ein wirklich spannendes und cooles Wochenende. Danke an alle, die dabei waren! Abschließend lässt sich noch sagen: „Solange du deine Füße auf meine Tür legst, machst du, was ich dir sage!“

Berlin, Berlin – wir waren in Berlin

Mit einer Gruppe von zwölf Leuten, zwei Autos und jede Menge Vorfreude traten wir am Donnerstag die Reise in die Hauptstadt an. Fünf Tage Berlin mit vollem Sportprogramm – das war der Plan. Soll heißen: Eishockey, Handball, Fußball und natürlich jeden Morgen gemeinsames Joggen. Na gut, das mit dem Joggen betraf eher die „Älteren“ von uns.

Beim Rumdrehen des Autoschlüssels (um 10:30 Uhr) hieß es noch: „Wir brauchen ungefähr 5 Stunden bis Berlin“. Als wir dann um ca. 19 Uhr an unserer Wohnung ankamen, trübte das die Stimmung allerdings nicht. Zwar fehlte ein Bett, es hingen Kabel aus den Wänden des Badezimmers und wir sollten ohne einen Tisch wohnen, aber hey, wir waren in Berlin. Durch jahrelange Fußballspiele konnten wir uns ja auch auf unsere Improvisationskünste verlassen. So ging Gordon „freiwillig“ mit einer Matratze auf den Boden. Dann kreierten wir einen Tisch: Zwei Türen, aus den Angeln gehoben, und auf Stühlen gebettet. Trotz dieser Umstände war es noch ein ziemlich guter Tag, den wir mit einer Runde Bowlen bei Cola und Bier ausklingen ließen. Am zweiten Tag ging es dann in die Stadt, was das Sportwochenende erst richtig einläutete. Mit einem wirklich unfassbaren Tempo arbeiteten wir die geplanten Sehenswürdigkeiten wie das Brandenburger Tor und den Reichstag ab. Nach einem gemeinsamen Essen besuchten wir in der Mercedes Benz Arena das Heimspiel der Berliner Eisbären. Die Stimmung war enorm gut, wozu der 2:1 Sieg der Eisbären natürlich auch beitrug. Nur wenige aus unserer Gruppe hatten bislang ein Eishockeyspiel mal live gesehen, womit es für die meisten von uns ein völlig neues Erlebnis wurde. Kein Wunder, dass das Spiel zu einem der Highlights der Reise zählte. Die Erwartungen an die nächsten Tage stiegen.

Zwar versprach die Partie Hertha BSC Berlin gegen den Hamburger SV, die wir am darauffolgenden Tag besuchten, vorerst wenig Spannung, jedoch überzeugten uns die Berliner und vor allem die Hamburger Fans vom Gegenteil. Nach einem kurzen Imbiss in einer typischen Berliner Currywurst-Bude machten wir uns per S-Bahn auf den Weg zum Stadion. Es war extrem kalt, der Stimmung tat das keinen Abbruch. Dazu trug auch ein junger Hamburg-Fan bei: Er versuchte immer wieder durch auffordernde Gesten, die Menge hinter ihm zum Feiern zu bewegen. Blöd nur, dass er sich in einem Block mit einer Ansammlung von Hertha-Fans befand. Der junge, vielleicht leicht hyperaktive Fan, hätte selbst das langweiligste Fußballspiel interessant gemacht, womit bei uns durchgehend gute Stimmung herrschte. Als die prall gefüllte U-Bahn nach dem Spiel auch noch aus voller Inbrunst für eine Person ein Geburtstagständchen anstimmte, erreichte der Tag seinen Höhepunkt. Später am Abend ließen wir diesen mit ein paar Getränken in unserer Wohnung lange ausklingen.

Für den letzten richtigen Tag in Berlin standen zwei Handballspiele auf dem Plan. Nach einem kurzen Frühstück (um 10 Uhr) machten wir uns also auf den Weg in die Stadt, durch strömenden Regen in die U-Bahn und wieder heraus. Das Wetter war „leider“ zu schlecht, um sich weitere Sehenswürdigkeiten anzugucken. Also gingen wir nach einem Essen direkt zur Handballhalle. Die Lautstärke dort übertraf sogar die im Olympiastadion. So gut wie jeder Fan schwenkte eine Deutschlandfahne, was ein überragendes Bild in der ganzen Halle ergab. Das knappe Duell zwischen den beiden wohl besten Handballmannschaften der Welt (Deutschland – Spanien) sorgte für ein spannendes Spiel, welches die deutsche Herren-Nationalmannschaft für sich entscheiden konnte. Das Spiel der Damen gegen Vizeweltmeister Niederlande im Anschluss war einseitiger, jedoch trotzdem großer Sport. Auch hier gewannen die deutschen Damen. Die Handballspiele rundeten das gesamte Wochenende noch einmal positiv ab und wir diskutierten noch längere Zeit, welche Sportart denn nun die beste sei.

Unser letzter Tag begann mit dem Einhängen der uns als Frühstückstische treu gedienten Türen. Mit Wehmut verließen wir Berlin und traten den Weg ins Rahrbachtal an. Es war ein wirklich spannendes und cooles Wochenende. Danke an alle, die dabei waren! Abschließend lässt sich noch sagen: „Solange du deine Füße auf meine Tür legst, machst du, was ich dir sage!“